Schlagwortarchiv für: künstliche Intelligenz

Erstmals haben Forscher mit Hilfe generativer KI vollständige Bakteriophagen-Genome entworfen, im Labor hergestellt und funktionierende Bakterien-Viren daraus gewonnen. Die Arbeit, die aktuell in Science publiziert wurde, zeigt das Potenzial für neue Phagentherapien – verschärft aber auch die Frage, wie sich solche biologischen Designwerkzeuge kontrollieren lassen.

Am Fraunhofer IZM wurde ein Sensorsystem entwickelt, das Mediziner bei der Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterstützen soll. Es basiert auf Künstlicher Intelligenz und wertet medizinische Daten effizienter und genauer aus.

Ein neues Vorhersagemodell Künstlicher Intelligenz aus dem Berliner Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik hat den zellulären Kontext gelernt. Das neue Modell soll damit die reale Genaktivität genauer voraussagen können.

KI in Pharma: Der Wille ist da, doch die Vorbereitung fehlt noch weitgehend. Eine Studie der Adecco Group zeigt, dass die Branche zwar das Potenzial künstlicher Intelligenz erkannt hat, bei Führung, Qualifizierung und Governance jedoch erhebliche Defizite aufweist. Nur 13% der Unternehmen aus Healthcare, Life Sciences und Pharma gelten als „future-ready“. Gleichzeitig sehen Beschäftigte KI deutlich optimistischer als vielfach angenommen.

Rund anderthalb Jahre nach seiner Seed-Finanzierung hat das im Wiener Vorort Klosterneuburg ansässige TechBio-Unternehmen Graph Therapeutics seine Finanzierung auf insgesamt mehr als 10 Mio. US-Dollar ausgebaut. Eine neue Runde über 5 Mio. US-Dollar soll den Übergang von der Technologieplattform zur eigenen Wirkstoffentwicklung beschleunigen.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass KI-Modelle in der Pathologie durch die Herkunft der Gewebeproben beeinflusst werden, was sich auf das Auswertungsergebnis auswirken kann. Ein interdisziplinäres Forscherteam hat mit PathoROB einen Bewertungsmaßstab entwickelt, der dieses Problem aufgreift.

Ein neues Fokuspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sieht in agentischer Künstlicher Intelligenz (KI) erhebliche Chancen für das deutsche Gesundheitswesen. Die Autoren empfehlen, die Technologie strategisch zu fördern und gleichzeitig klare rechtliche sowie ethische Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das kanadische KI-Unternehmen Cohere baut seine Aktivitäten im Gesundheits- und Life-Science-Sektor aus und übernimmt den Biopharma-KI-Spezialisten Reliant AI. Mit der Akquisition sichert sich Cohere nicht nur ein auf biomedizinische Anwendungen spezialisiertes Forschungsteam, sondern auch proprietäre Datensätze und KI-Technologien für pharmazeutische Anwendungen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

Roche stärkt sich im Wachstumsmarkt der KI-gestützten Pathologie mit der Übernahme des US-Unternehmens PathAI für bis zu 1,05 Mrd. US-Dollar. Die Schweizer zahlen zunächst 750 Mio. US-Dollar, weitere 300 Mio. US-Dollar sind an Meilensteine gekoppelt. In der digitalen Pathologie geht es vor allem um effiziente Bildanalyse und eine Verknüpfung dieser Daten mit weiteren klinischen Daten und Biomarkerprofilen, um bessere Therapieentscheidungen treffen zu können.

In einer Studie der Philipps-Universität Marburg und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg wurde untersucht, wie gut 13 öffentlich verfügbare KI-Sprachmodelle klinisches Wissen zur akuten Nierenschädigung abrufen und anwenden können.